Verwaltung von Kundenstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Rechnungsstellung

BlogRechnungsstellung28. Januar 2026
Verwaltung von Kundenstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Rechnungsstellung

Einleitung

Eine unbezahlte Rechnung kann zwei sehr unterschiedliche Ursachen haben: ein Kunde, der vergisst zu zahlen, oder ein Kunde, der die Zahlung verweigert, indem er die Leistung oder den in Rechnung gestellten Betrag bestreitet. Diese Unterscheidung ist entscheidend.

Wenn ein Kunde Ihre Rechnung bestreitet, können Sie nicht einfach automatische Mahnungen versenden oder ein Betreibungsverfahren einleiten. Eine Rechnungsstreitigkeit erfordert einen anderen Ansatz: Zuhören, Analyse, Verhandlung und sorgfältige Dokumentation.

Die meisten Streitigkeiten finden eine gütliche Lösung, wenn sie gut gehandhabt werden. Aber ohne klare Methode riskieren Sie, sowohl Ihre Forderung als auch Ihren Kunden zu verlieren. Schlimmer noch: Ein falsch eingeleitetes Verfahren kann sich gegen Sie wenden.

Dieser Leitfaden präsentiert Ihnen den vollständigen Prozess der Verwaltung von Kundenstreitigkeiten in der Schweiz. Von der ersten Beanstandung bis zu den rechtlichen Verfahren erfahren Sie, wie Sie Ihre Interessen verteidigen und gleichzeitig Ihre Geschäftsbeziehungen wahren. Sie finden auch Musterbriefe und die Kriterien, um zu entscheiden, wann Sie eskalieren oder aufgeben sollten.

📌 Zusammenfassung (TL;DR)

Eine Rechnungsstreitigkeit unterscheidet sich von einer einfachen unbezahlten Rechnung durch die aktive Beanstandung des Kunden. Die Lösung erfolgt zunächst durch Zuhören und Analyse der Begründetheit der Reklamation, dann durch eine dokumentierte gütliche Verhandlung. Wenn keine Vereinbarung gefunden wird, formalisiert die Mahnung Ihre Position, bevor Sie die Schweizer Rechtsverfahren (Betreibung, Mediation oder Gericht) in Betracht ziehen. Die sorgfältige Aufbewahrung der Beweise und eine professionelle Kommunikation bleiben während des gesamten Prozesses wesentlich.

Unterschied zwischen unbezahlter Rechnung und Rechnungsstreitigkeit

Eine unbezahlte Rechnung bezeichnet einen Zahlungsverzug ohne Beanstandung des Kunden. Der Kunde erkennt die Schuld an, zahlt aber nicht fristgerecht. Eine Rechnungsstreitigkeit beinhaltet eine formelle Kundenbeanstandung: Der Kunde stellt den Betrag, die Qualität der Leistung oder die Vertragsbedingungen in Frage.

Diese Unterscheidung verändert Ihren Ansatz radikal. Bei einer einfachen unbezahlten Rechnung versenden Sie Mahnungen und leiten dann ein Betreibungsverfahren ein. Bei einer Streitigkeit müssen Sie zuerst die Beanstandung klären, bevor Sie Inkassomassnahmen ergreifen.

Häufige Beanstandungen betreffen: einen als fehlerhaft erachteten Betrag, eine Leistung, die nicht den Erwartungen entspricht, nicht eingehaltene Vertragsbedingungen oder eine falsch angewandte Mehrwertsteuer.

Für unbezahlte Rechnungen ohne Beanstandung konsultieren Sie unseren vollständigen Leitfaden zur Verwaltung des Forderungsmanagements.

Streitigkeiten bereits bei der Rechnungsstellung vorbeugen

Die beste Verwaltung von Rechnungsstreitigkeiten bleibt die Prävention. Klare und detaillierte Rechnungen vermeiden Missverständnisse: präzise Beschreibung der Leistungen, Mengen, Einzelpreise, explizite Mehrwertsteuer.

Formalisieren Sie Ihre Vereinbarungen immer schriftlich: unterzeichnete Offerten, Bestellscheine, Bestätigungen per E-Mail. Diese Dokumente bilden Ihre Beweise im Falle einer Beanstandung.

Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen müssen explizit sein und vor der Leistungserbringung kommuniziert werden: Zahlungsfristen, Modalitäten der Beanstandung, Verzugszinsen.

Eine konforme Rechnungssoftware wie BePaid minimiert technische Fehler (Mehrwertsteuerberechnungen, Nummerierung, gesetzliche Angaben) und zentralisiert automatisch alle Ihre Dokumente. Diese Rückverfolgbarkeit wird im Falle einer Streitigkeit wertvoll.

Erster Schritt: Zuhören und die Beanstandung dokumentieren

Bei einer Kundenbeanstandung ignorieren Sie diese niemals und bewahren Sie Ruhe. Hören Sie den Argumenten des Kunden aufmerksam zu, um die genaue Art der Meinungsverschiedenheit zu verstehen.

Dokumentieren Sie alle Austausche sofort schriftlich. Wenn die Beanstandung mündlich erfolgt (Telefon, Termin), bitten Sie den Kunden, sie per E-Mail oder Brief zu formalisieren. Diese schriftliche Spur wird für die Folge wesentlich sein.

Sammeln Sie unverzüglich alle Ihre Beweise: die beanstandete Rechnung, die unterzeichnete Offerte, den Vertrag, die ausgetauschten E-Mails, die Lieferscheine, die Fotos der Leistung, die Bescheinigungen Dritter.

Diese vollständige Dokumentation ermöglicht es Ihnen, die Situation objektiv zu analysieren und Ihre argumentierte Antwort vorzubereiten.

Die Begründetheit der Beanstandung analysieren

Bewerten Sie die Beanstandung objektiv: Hat der Kunde recht? Überprüfen Sie Ihre eigenen Dokumente sorgfältig, um einen möglichen Fehler Ihrerseits zu identifizieren.

Häufige zu überprüfende Fehler: falsch berechneter Betrag, falscher Mehrwertsteuersatz (8,1% statt 2,6%), ungenaue Beschreibung, fehlerhafte Mengen, nicht eingehaltene Bedingungen Ihrerseits.

Wenn Sie einen nachgewiesenen Fehler identifizieren: Erkennen Sie ihn schnell an und korrigieren Sie ihn. Stellen Sie je nach Fall eine Korrekturrechnung oder eine Gutschrift aus. Diese Transparenz bewahrt die Kundenbeziehung.

Wenn die Beanstandung unbegründet ist: Bereiten Sie eine solide Argumentation mit allen Ihren Beweisen vor. Bleiben Sie in Ihrer Antwort sachlich und professionell.

Gütliche Lösung der Streitigkeit

Die gütliche Lösung bleibt immer die beste Option: schneller, kostengünstiger und sie bewahrt die Geschäftsbeziehung. Sie vermeidet Gerichtskosten und langwierige Verfahren.

Bevorzugen Sie den direkten Dialog mit dem Kunden, um seine tatsächlichen Erwartungen zu verstehen. Oft verbirgt eine Rechnungsstreitigkeit ein Kommunikationsproblem oder schlecht abgestimmte Erwartungen.

Dieser konstruktive Ansatz führt in den meisten Fällen zum Erfolg, besonders wenn beide Parteien in gutem Glauben sind und eine gemeinsame Basis finden möchten.

Einen konstruktiven Dialog vorschlagen

Kontaktieren Sie den Kunden direkt per Telefon oder schlagen Sie einen Termin vor. Direkte Austausche entschärfen oft Spannungen besser als E-Mails, die falsch interpretiert werden können.

Suchen Sie aktiv nach einer gemeinsamen Basis: teilweiser Rabatt, wenn die Leistung kleinere Mängel aufweist, Ratenzahlung, wenn der Kunde vorübergehende Schwierigkeiten hat, zusätzliche Leistung zum Ausgleich einer Unzufriedenheit.

Bleiben Sie offen für Verhandlungen und verteidigen Sie gleichzeitig Ihre legitimen Interessen. Das Ziel ist es, eine für beide Parteien akzeptable Lösung zu finden.

Bewahren Sie systematisch eine schriftliche Spur jeder gefundenen Vereinbarung, auch informeller, durch eine zusammenfassende Bestätigungs-E-Mail.

Die gütliche Vereinbarung formalisieren

Wenn Sie eine Vereinbarung finden, formalisieren Sie diese unbedingt schriftlich: detaillierte Bestätigungs-E-Mail oder von beiden Parteien unterzeichnetes Dokument.

Präzisieren Sie klar die neuen Bedingungen: endgültiger angepasster Betrag, neue Zahlungsfrist, Zahlungsmodalitäten, eventuelle zusätzliche Leistungen.

Stellen Sie eine neue Rechnung mit dem angepassten Betrag aus oder eine Gutschrift, wenn Sie den ursprünglichen Betrag reduzieren. Diese neue Rechnung ersetzt offiziell die beanstandete Rechnung.

Erwähnen Sie ausdrücklich, dass diese Vereinbarung die Rechnungsstreitigkeit endgültig abschliesst. Diese Präzisierung verhindert, dass die Beanstandung später wieder auftaucht und schützt beide Parteien.

Die Mahnung: Übergang zum Formellen

Wenn die gütliche Lösung scheitert, stellt die Mahnung den nächsten formellen Schritt dar. Es ist ein offizielles Schreiben, das rechtlichen Massnahmen vorausgeht.

Dieses juristische Dokument erinnert den Kunden formell an seine Verpflichtungen und die Konsequenzen einer anhaltenden Zahlungsverweigerung oder Dialogverweigerung.

Die Mahnung markiert einen Wendepunkt in der Beziehung: Sie gehen von einem gütlichen Ansatz zu einem formellen Vorgehen über, das vor Gericht führen kann.

Wann eine Mahnung versenden

Versenden Sie eine Mahnung nach dem Scheitern der gütlichen Versuche: Der Kunde verweigert den Dialog, hält an einer offensichtlich unbegründeten Kundenbeanstandung fest oder ignoriert Ihre Lösungsvorschläge.

Im Gegensatz zu einer einfachen Mahnung einer unbezahlten Rechnung gilt die Mahnung speziell für beanstandete Streitigkeiten. Sie legt Ihre rechtlichen Argumente und Ihre Beweise dar.

Dieses offizielle Schreiben geht rechtlichen Massnahmen (Betreibung, Gericht) voraus. Es gibt dem Kunden eine letzte Chance, die Streitigkeit vor der gerichtlichen Eskalation zu lösen.

Inhalt und Form der Mahnung

Eine wirksame Mahnung enthält diese obligatorischen Elemente:

  • Vollständige Identifikation der Parteien (Namen, Adressen)
  • Präzise Referenz auf die beanstandete Rechnung (Nummer, Datum, Betrag)
  • Sachliche und chronologische Darstellung der Fakten
  • Detaillierte rechtliche Argumente mit Ihren Beweisen (Vertrag, unterzeichnete Offerte, E-Mails)
  • Geforderter Gesamtbetrag mit Aufschlüsselung
  • Antwortfrist (in der Regel 10 bis 15 Tage)
  • Ausdrückliche Konsequenzen bei Nichtbeantwortung (Gerichtsverfahren, zusätzliche Kosten)

Verwenden Sie einen festen, aber professionellen Ton, ohne Aggressivität. Versenden Sie das Schreiben per Einschreiben mit Rückschein, um den Empfang zu beweisen.

Muster einer Mahnung für Rechnungsstreitigkeit

Muster einer Mahnung (Schweiz)

[Ihr Name/Firmenname]
[Ihre vollständige Adresse]
[Ort], den [Datum]

[Name des Kunden]
[Adresse des Kunden]

Versand per Einschreiben mit Rückschein

Betreff: Mahnung, Rechnung Nr. [Nummer] vom [Datum], Betrag: [Betrag] CHF

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit diesem Schreiben mahnen wir Sie formell, die Zahlung unserer Rechnung Nr. [Nummer] vom [Datum] in Höhe von [Betrag] CHF vorzunehmen, entsprechend [Leistungsbeschreibung].

Trotz unserer Austausche vom [Daten] beanstanden Sie diese Rechnung aus folgendem Grund: [Beanstandungsgrund]. Wir weisen diese Beanstandung formell aus folgenden Gründen zurück:

[Argumentierte Darstellung mit Verweisen auf die Beweise: unterzeichnete Offerte vom [Datum], Bestätigungs-E-Mail vom [Datum], akzeptierte Allgemeine Geschäftsbedingungen usw.]

Wir gewähren Ihnen eine Frist von 15 Tagen ab Erhalt dieses Schreibens, um die vollständige Zahlung vorzunehmen oder uns eine endgültige gütliche Regelung vorzuschlagen.

Nach Ablauf dieser Frist und in Ermangelung einer Zahlung oder eines akzeptablen Vorschlags werden wir ohne weitere Mitteilung ein Gerichtsverfahren auf Ihre Kosten einleiten.

Mit freundlichen Grüssen

[Unterschrift]

Rechtliche Verfahren in der Schweiz

Wenn die Mahnung ohne Wirkung bleibt, existieren in der Schweiz mehrere rechtliche Möglichkeiten. Die Wahl hängt vom Streitwert, der Komplexität der Streitigkeit und Ihrem Willen ab, die Beziehung zu wahren oder nicht.

Diese Verfahren beinhalten Kosten, Fristen und Risiken, die vor dem Start bewertet werden müssen. Manchmal übersteigen die Verfahrenskosten den geforderten Betrag.

Drei Hauptoptionen stehen Ihnen zur Verfügung: die Betreibung, das Gerichtsverfahren oder die Handelsmediation.

Das Mahnverfahren (Betreibung)

In der Schweiz können Sie beim Betreibungsamt Ihres Kantons ein Betreibungsbegehren einreichen. Dieses Verwaltungsverfahren ist einfach und kostengünstig.

Achtung: Bei einer beanstandeten Rechnungsstreitigkeit kann der Kunde innerhalb von 10 Tagen Rechtsvorschlag erheben. Dieser Rechtsvorschlag blockiert die Betreibung sofort. Sie müssen dann vor Gericht gehen, um den Rechtsvorschlag zu beseitigen und die Begründetheit Ihrer Forderung zu beweisen.

Richtwerte für Kosten: 50 bis 200 CHF je nach Betrag. Fristen: einige Wochen bei keinem Rechtsvorschlag, mehrere Monate bei Rechtsvorschlag.

Für die vollständigen Details des Betreibungsverfahrens konsultieren Sie unseren Leitfaden zu unbezahlten Rechnungen.

Das Gerichtsverfahren

Wenden Sie sich an das Gericht, wenn: die Streitigkeit komplex ist, der Betrag erheblich ist (mehrere tausend Franken) oder der Kunde Rechtsvorschlag gegen die Betreibung erhoben hat.

Für Beträge bis 30'000 CHF gilt das vereinfachte Verfahren: schneller und weniger formell. Darüber hinaus erfordert das ordentliche Verfahren in der Regel einen Anwalt.

Gesamtkosten: Gerichtskosten (gemäss kantonalem Tarif), Anwaltshonorare (150 bis 400 CHF/Stunde), eventuelle Expertise. Dauer: 6 Monate bis 2 Jahre je nach Komplexität.

Risiken: Wenn Sie verlieren, zahlen Sie die Gerichtskosten und möglicherweise die der Gegenpartei. Bewerten Sie sorgfältig das Kosten-Nutzen-Verhältnis, bevor Sie sich darauf einlassen.

Die Handelsmediation

Die Mediation stellt eine interessante Alternative zum Gericht dar: Ein neutraler und professioneller Mediator hilft den Parteien, eine gütliche Vereinbarung zu finden.

Vorteile: schneller (einige Wochen), kostengünstiger (500 bis 2'000 CHF je nach Mediator), vertraulich und bewahrt die Geschäftsbeziehung, wenn Sie weiterhin zusammenarbeiten möchten.

Die kantonalen Handelskammern und mehrere spezialisierte Organisationen bieten Handelsmediationsdienste in der Schweiz an. Die Mediation funktioniert besonders gut, wenn beide Parteien in gutem Glauben sind, aber bei einer technischen Meinungsverschiedenheit oder Interpretation blockiert sind.

Der Mediator erzwingt keine Lösung, sondern erleichtert den Dialog, damit Sie selbst eine akzeptable gemeinsame Basis finden.

Zusammenstellung und Aufbewahrung der Beweise

Bei jeder Rechnungsstreitigkeit bestimmen Ihre Beweise den Ausgang. Ohne solide Dokumentation wird selbst eine legitime Forderung vor Gericht schwer zu verteidigen.

Zulässige Beweise in der Schweiz: unterzeichnete Verträge, akzeptierte Offerten mit Unterschrift oder schriftlicher Bestätigung, Bestellscheine, detaillierte Rechnungen, E-Mails und SMS, Einschreiben, Liefer- oder Leistungsnachweise (Fotos, unterzeichnete Scheine), Bescheinigungen von Drittzeugen.

Bewahren Sie alle Ihre Dokumente methodisch in doppelter Ausführung auf: Papierversion in einem Ordner und digitale Version gesichert. Eine Rechnungssoftware wie BePaid zentralisiert und archiviert automatisch alle Ihre Dokumente: Rechnungen, Offerten, Kundenaustausche.

Gesetzliche Frist in der Schweiz: 10 Jahre Aufbewahrung für alle buchhalterischen und geschäftlichen Dokumente. Halten Sie diese Verpflichtung gewissenhaft ein.

Verwaltung der Kundenbeziehung während der Streitigkeit

Eine Rechnungsstreitigkeit testet Ihre Professionalität. Bleiben Sie unter allen Umständen höflich, auch gegenüber einem aggressiven oder bösgläubigen Kunden. Trennen Sie systematisch das Emotionale vom Sachlichen.

Kommunizieren Sie weiterhin transparent und sachlich. Antworten Sie auf Anfragen innerhalb angemessener Fristen. Diese professionelle Haltung kann Spannungen entschärfen und eine Lösung erleichtern.

Entscheiden Sie schnell, ob Sie die Zusammenarbeit während der Streitigkeit fortsetzen oder nicht. Bewerten Sie bei laufenden Verträgen die Risiken der Fortsetzung gegenüber den vertraglichen Lieferverpflichtungen.

Schützen Sie Ihren Ruf: Vermeiden Sie unbedingt öffentliche Entgleisungen, negative Kommentare in sozialen Netzwerken oder unangemessenen Druck. Solche Verhaltensweisen würden Ihnen vor Gericht schaden.

Ziehen Sie aus jeder Streitigkeit Lehren, um Ihre Prozesse zu verbessern und zukünftige Beanstandungen mit anderen Kunden zu vermeiden.

Wann die Forderung aufgeben

Manchmal kostet die Verfolgung einer Rechnungsstreitigkeit mehr als der geforderte Betrag. Diese Kosten-Nutzen-Analyse ist wesentlich, um Ihr Unternehmen zu schützen.

Zu berücksichtigende Faktoren: Streitwert (eine Streitigkeit von 500 CHF rechtfertigt nicht 2'000 CHF Anwaltskosten), Solidität Ihres Dossiers (haben Sie ausreichende Beweise?), tatsächliche Zahlungsfähigkeit des Kunden (kann er zahlen, selbst wenn Sie gewinnen?), geschätzte Verfahrenskosten, mobilisierte Zeit und Energie.

Buchen Sie in der Buchhaltung die Forderung als Verlust über eine Rückstellung für zweifelhafte Forderungen. Diese Buchung spiegelt die wirtschaftliche Realität wider und reduziert Ihr steuerpflichtiges Ergebnis.

Den Verlust zu akzeptieren ermöglicht es Ihnen, sich auf Ihre produktive Tätigkeit und Ihre zahlungsfähigen Kunden zu konzentrieren. Das ist kein Misserfolg, sondern eine rationale strategische Entscheidung.

Rechnungsstreitigkeiten gehören zum Leben eines Unternehmens. Der Unterschied zwischen einem Konflikt, der sich festfährt, und einer schnellen Lösung liegt oft in Ihrer Vorbereitung und Reaktionsfähigkeit. Dokumentieren Sie jeden Schritt, hören Sie Ihrem Kunden zu und bevorzugen Sie immer den Dialog vor der rechtlichen Eskalation.

Eine klare und konforme Rechnungsstellung von Anfang an bleibt Ihr bester Schutz. Präzise Allgemeine Geschäftsbedingungen, QR-Rechnungen, die den Schweizer Normen entsprechen, und eine sorgfältige Nachverfolgung der Zahlungen reduzieren die Risiken von Beanstandungen erheblich. Wenn trotzdem eine Streitigkeit entsteht, macht Ihre Fähigkeit, solide Beweise aufzubewahren und konstruktive Lösungen vorzuschlagen, den ganzen Unterschied.

BePaid hilft Ihnen, Streitigkeiten durch professionelle und konforme Rechnungen, automatisierte Zahlungsnachverfolgung und vollständige Dokumentation Ihrer Austausche vorzubeugen. Erstellen Sie Ihr kostenloses Konto und testen Sie unsere Plattform 30 Tage lang ohne Verpflichtung.

Bereit, Ihre Rechnungsstellung zu optimieren?

Schliessen Sie sich Tausenden von Unternehmen an, die BePaid für ihre Rechnungs- und Zahlungsverwaltungsbedürfnisse vertrauen.